Am 28.04.2026 stieß ich im Gemeinderat mit einer einfachen Rechnung bei den anderen Parteien wieder einmal auf Unverständnis und Protest: Wir haben in Deutschland bereits 117 Gigawatt (GW) an Photovoltaik- und 78 GW an Windkraft-Leistung installiert, können aber nicht mehr als 85 GW* an Strom verbrauchen. Nennenswerte Stromspeicherkapazitäten haben wir nicht. Also produzieren wir – wenn die Sonne scheint und der Wind weht – mehr als doppelt so viel Strom, wie wir verbrauchen können und geben dem Ausland viel Geld, damit es seine Kernkraftwerke herunterfährt und unseren überflüssigen Strom abnimmt.
Das sind die berühmten negativen Strompreise, die es nur im Großhandel gibt, und für die wir Stromkunden und Steuerzahler besonders viel extra zahlen müssen.
2025 traten sie schon durchschnittlich an rund 1,5 Stunden pro Tag auf, Tendenz weiter steigend. Am 1. Mai war nun eine weitere Extremsituation erreicht: Zum ersten Mal erreichten die negativen Strompreise ihren schlimmstmöglichen Wert von minus 50 Cent pro kWh, und das für fast zwei Stunden am Stück zwischen 12:45 und 14:30 Uhr. Mit welchen Folgen war bis zur spätestmöglichen Abgabe dieses Artikels noch nicht klar.
Aber damit ist die Energiewende noch nicht am Ende: Im Gemeinderat, im Regionalverband, im Landtag, im Bundestag – überall stimmen alle Parteien außer der AfD immer wieder für noch mehr Photovoltaik und noch mehr Windkraft – koste es, was es wolle!
Dr. Paul Schmidt
Fraktionsvorsitzender
AfD-Fraktion
*1 GW = 1 GJ/Sek. Diese Leistung muss also jede Sekunde zur Verfügung stehen.
Joule ist die Einheit für Energie (die Menge) und Watt ist die Einheit für Leistung (die Geschwindigkeit der Energieübertragung). Wenn in einer Sekunde ein Joule Energie verbraucht oder umgewandelt wird, entspricht das einer Leistung von einem Watt. Beispiel: Eine Glühlampe mit 100W verbraucht jede Sekunde 100J an elektrischer Energie und wandelt diese in Licht und Wärme um.